Uns alle verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: die Liebe zum Pokersport. Das Adrenalin beim Spielen, die nervenaufreibenden Momente während einer Hand und die Freude über einen geglückten Spielzug sind für Pokerspieler untrennbar mit der strategischen Komponente des Pokerspiels verknüpft. Insbesondere die in sich gekehrten Sekunden, in denen der nächste Spielzug unter Einbeziehung aller Informationen geplant wird, ist genau das, was die Faszination Poker ausmacht und die Sportart nach wie vor immer populärer werden lässt. Trotzdem gilt Poker in Deutschland immer noch als ein Glücksspiel und wird damit immer wieder mit Klassikern aus den Casinos ala Roulette, Blackjack und Baccara verglichen. Aber gibt es diese Gemeinsamkeiten tatsächlich und wo unterscheiden sich die klassischen Glücksspiele vom Pokersport? Dieser Artikel vergleicht Poker mit gängigen anderen Spielen rund um die Casino-Industrie und geht auf Parallelen sowie Unterschiede ein, um diese Frage ein für alle Mal zu beantworten.

Der Klassiker in jedem Casino – Roulette

Das reine Glücksspiel Roulette blickt auf eine sehr lange und bewegte Geschichte zurück. Angeblich spielten bereits römische Legionäre mit in der Luft hängenden Wagenrädern um Preise, sie vertrieben sich so die langweiligen Zeiten bis zur nächsten Schlacht. Den Unterhaltungswert hat das Spiel bis heute nicht verloren und begeistert nach wie vor die Massen. Keine Frage: Roulette ist eines der unterhaltsamsten Spiele überhaupt. Dabei sind die Regeln denkbar simpel und leicht zu erlernen. Dies ist bereits eine erste Gemeinsamkeit mit dem Pokerspiel, denn die Regeln der unterschiedlichen Varianten sind auch relativ leicht erlernbar, jedoch gehört es eine ganze Menge dazu, um das Spiel auch wirklich zu meistern. Dies ist nicht erst seit dem berühmten Zitat von Mike Sexton: „Poker takes five minutes to learn but a lifetime to master.“ bekannt.

Im Gegensatz zu unserem liebsten Kartenspiel, zockt der Spieler beim Roulette jedoch nicht gegen andere Teilnehmer sondern direkt gegen die Bank. Sein Erfolg hängt also nicht davon ab, ob er besser oder schlechter als die übrigen Spieler in der Entscheidungsfindung ist, sondern ganz alleine von dem Ergebnis, welches der Croupier am Ende einer jeden Spielrunde annonciert. Dies ist ein direkter weiterer Unterschied, denn der Spieler bei Roulette hat keine Möglichkeit das Ergebnis einer Partie zu beeinflussen; für ihn ist nur relevant, dass er das korrekte Ergebnis vorausahnt und darauf eine Wette platziert hat. Dies deckt sich zwar damit, dass ein Pokerspieler auch keine Möglichkeit hat, um die nächsten Karten oder den Ausgang eines All-Ins zu beeinflussen, wohl aber, ob er sich überhaupt erst in solch eine Situation begeben möchte. Gemeinsam ist beiden Spielen jedoch die Tatsache, dass sie schnell jegliche Form der sozialen Interaktion fördern; sie bringen Menschen jeglicher Länder sowie jedes Alters zusammen an einen Spieltisch und forcieren den sozialen Austausch – teilweise über Kontinente und Generationen hinweg. Dazu machen beide Games auch einen Heidenspaß!

Blackjack – Mehr als ein einfaches Kartenspiel

Einer der Klassiker in der Casino-Landschaft ist sicherlich auch Blackjack, welches eine ganze Menge Eigenschaften mit dem Pokerspiel teilt. Ganz logisch, denn beides sind in erster Linie Kartenspiele, die jeweils auf Kartendecks mit 52 einmaligen Karten basieren. Während in einer Pokerpartie jedoch nur ein Kartendeck zum Einsatz kommt, so sind bei einer Partie Blackjack sehr häufig 2-8 Decks im Einsatz; mit jedem weiteren Kartendeck sinken dabei die Gewinnchancen des Spielers ein klein wenig antiproportional zu jedem weiteren Kartenspiel, welches ins Spiel gelangt.

Da kommen wir nun auch direkt zum nächsten gravierenden Unterschied zwischen den beiden Kartenspielen: Blackjack wird ähnlich wie Roulette nur gegen den Kartengeber (teilweise Croupier, teilweise Dealer genannt) gespielt. Anders als bei Roulette hat hier aber der Spieler sein Schicksal zumindest zu einem gewissen Grade – und damit identisch wie im Pokerspiel – selbst in der Hand, da er selbstständig anhand aller vorliegenden Informationen stets die bestmögliche Entscheidung treffen muss. So kann bei geschickter Ausnutzung aller Hausregeln und bei Befolgen der Basis-Strategie im Blackjack sogar ein kleiner Hausvorteil gegen das Casino erreicht oder dieser zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Der Vorteil des Spielers ist so zwar deutlich niedriger als der eines Pokerprofis gegen schwächere Mitspieler, dafür können leichter im Casino sehr viele Hände gleichzeitig gegen den Dealer gespielt werden.

Eine Eigenheit beider Spiele ist sicherlich, dass eine gewisse Zeit in das optimale Training der Fähigkeiten investiert werden muss, damit der kleine Vorteil, aus dem Kapital geschlagen werden soll, durch das Spielen von möglichst vielen Händen erst realisiert werden kann. Daher wird Blackjack vermehrt online gespielt, um eine gewisse Samplesize aufzubauen, mit deren Hilfe dann leicht erkennbar ist, ob eine gewählte Strategie langfristig gewinnversprechend ist – oder eben auch nicht. Dies ist eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Pokerspiel, wo auch eine Vielzahl an Strategien erst erarbeitet und getestet werden müssen. Gleichzeitig verbindet alle Spiele aber auch die Tatsache, dass sie über mobile Anwendungen sehr leicht Zwischendurch, beispielsweise während einer U-Bahn Fahrt oder einer Werbepause, zu Unterhaltungszwecken gespielt werden können.

Baccara – Der Kartenspielklassiker aus Nepal

Der Legende zu Folge wurde Baccara im 16. Jahrhundert in Nepal erfunden und soll im nepalischen Dialekt „Null“ bedeuten. In wie weit etwas Wahres an dieser Geschichte ist oder ob das Spiel erst im Frankreich des 19. Jahrhunderts entstanden ist, steht noch nicht ganz fest. Was allerdings leicht erkennbar ist, ist die Tatsache, dass sowohl Baccara als auch Poker klassische Kartenspiele sind. Das Lieblingsspiel von Agent 007 alias James Bond wird jedoch ähnlich wie Blackjack mit mehr als einem Kartendeck gezockt und folgt vom groben Spielprinzip eher den Regeln des Blackjacks (nur mit dem Unterschied, dass bei Baccara mittels zwei bzw. drei Karten möglichst näher als der Gegenspieler an neun Punkte herangekommen werden soll) als denen einer Partie Poker. Dementsprechend sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Blackjack-Spiels fast analog auf Baccara übertragbar.

Abschließend ist leicht erkennbar, dass dem Pokerspiel einige Gemeinsamkeiten mit Casino-Klassikern eigen sind, jedoch besteht der größte Unterschied darin, dass Poker gegen andere Mitspieler gezockt wird während Casino-Spieler stets gegen die Bank antreten. Dadurch ist die Geschicklichkeitskomponente, die den Vorteil im Pokersport ausmacht, in Casino-Spielen geringer; alle hier vorgestellten Spiele unterhalten aber bereits seit Jahrhunderten die Menschen und unterstützen die Kommunikation. Wir wünschen viel Spaß beim Zocken!

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